Schifffahrt & Werften

Maritime Reinigung.
Ohne Strahlgut ins Wasser.

Schiffsrümpfe, Propeller und Antriebswellen, Maschinenräume, Ballasttanks, Doppelböden, Hafenanlagen und Offshore-Strukturen — Laserreinigung entfernt Bewuchs, Korrosion, Altanstriche und Antifouling, ohne ein Gramm Strahlmittel ins Hafenbecken einzutragen. Mobil einsetzbar, auch in engen Schotträumen.

Warum Laser in der maritimen Umgebung

Umweltauflagen erfüllen — ohne Prozessverlust.

Reinigung auf dem Wasser ist Reinigung unter Auflagen. Strahlmittel dürfen in vielen Häfen nicht ins Becken gelangen, Staubfahnen sind bei Wind schlicht unmöglich zu kontrollieren, und die Entsorgung kontaminierten Strahlguts — oft mit TBT-, Kupfer- oder Zink-Antifouling belastet — ist kosten- und dokumentationspflichtig. Hinzu kommen enge Bauräume, Durchgänge und Rohrdurchbrüche, in denen Sandstrahl schon aus Platzgründen scheitert.

Die Laserreinigung ist hier ein Prozess ohne diese Nebenwirkungen: kein Strahlmittel, kein Wasser, eine Absaugung direkt an der Abtragstelle. Für Werften, Reedereien, Hafenbetreiber und Offshore-Unternehmen heißt das: Genehmigungsaufwand sinkt, Entsorgungskosten entfallen, der Zeitaufwand pro Bauteil schrumpft. Und die Oberfläche ist nach der Reinigung direkt beschichtungsbereit — ohne Zwischentrocknung oder zweiten Reinigungsgang.

0g
Strahlmittel pro Einsatz
3.600W
Mobile Laserleistung
< 30kg
Kompakteinheit fürs Deck
SA 2,5
Vorbereitung für Beschichter
Ihre Vorteile

Warum Laserreinigung für Schifffahrt & Werften?

01

Kein Strahlgut ins Hafenbecken

Umweltfreundlich reinigen ohne Sandstrahl-Rückstände, ohne Entsorgung kontaminierten Strahlmittels. In Häfen mit strengen Umweltauflagen und im Offshore-Bereich oft der einzig zulassungsfähige Prozess für Altanstrich- und Antifouling-Entfernung.

02

Enge Bauräume und Tanks

Maschinenräume, Ballasttanks, Doppelböden, Laderäume, Propellernaben — wo Sandstrahlen aus Platz- oder Belüftungsgründen unmöglich ist, arbeitet der Laser präzise und staubfrei. Absaugung direkt am Abtrag, keine Staubwolke im Schiff.

03

Schnell einsatzbereit

Mobile Einheit auspacken, Strom anschließen, reinigen. Kein Kompressor, kein Wasseranschluss, keine aufwendige Rüstzeit. Für kurze Liegezeiten und Havarie-Reparaturen ist der Laser oft das einzige Verfahren, das Aufwand und Zeitfenster einhalten kann.

04

Vielseitig im Material

Stahl, Aluminium, Bronze, Messing, GFK und Edelstahl — der Laser wird pro Material und Aufgabe optimal parametriert. Gleiches Gerät, andere Kurve. Für Werften mit gemischter Flotte bedeutet das: ein Prozess für sehr unterschiedliche Aufträge.

05

Antifouling selektiv abtragen

Bei Rumpfreinigungen können wir schichtweise arbeiten — oberste Antifouling-Schicht runter, Primer stehen lassen — oder komplett bis aufs Blech. Gerade für Kosten-/Nutzen-Abwägungen im Trockendock ein wichtiger Hebel.

06

Dokumentiert für Klassifizierung

Für Klassifikationsgesellschaften (DNV, Lloyd's, BV), Werftenprotokolle und Versicherungsgutachten liefern wir Fotos, Reinheitsgrad-Dokumentation und eingesetzte Parameter. Direkt verwendbar in Ihrer Docking-Dokumentation.

Anwendungen

Typische Einsatzgebiete

  • Schiffsrümpfe und Unterwasserschiffe
  • Antifouling- und Altbeschichtungs-Entfernung
  • Propeller, Antriebswellen, Ruderblätter
  • Maschinenraum, Schotten, Lenzbrunnen
  • Ballasttanks und Doppelböden
  • Yacht-Restaurierung (GFK, Holz, Metall)
  • Hafenanlagen, Molen, Spundwände
  • Offshore-Plattformen und -Konstruktionen
  • Schleusentore und Stahlwasserbau
  • Wellenanlagen und Strömungskörper
  • Containerbrücken und Hafenkräne
  • Windenergieanlagen und Transformatorplattformen
Ablauf

So läuft Ihr Projekt bei uns

01

Einsatzplanung

Sie beschreiben Schiff, Bauteil, Zustand und Liegezeit. Wir klären Zugang, Stromversorgung an Bord oder am Kai, Platzbedarf für die Schutzzone und ob die Arbeit im Dock, am Anleger oder fahrend möglich ist.

02

Musterfeld & Freigabe

An einer unkritischen Stelle reinigen wir ein Musterfeld. Sie, Werft und Beschichter sehen Abtragstiefe, Oberflächenqualität und Zeitbedarf. Erst danach geht es an die Serien-Reinigung.

03

Reinigung an Bord oder im Dock

Mobiler Einsatz an Bord oder im Trockendock — inklusive Absaugung und persönlicher Schutzausrüstung. Arbeit taktweise parallel zu weiteren Gewerken möglich.

04

Abnahmeprotokoll

Fotos vorher/nachher, Reinheitsgrad nach ISO 8501-1 (soweit anwendbar), Parametersatz, Einsatzdauer. Für Klassifikation, Versicherung und Reederei dokumentiert.

Referenzprojekt

Motorsegler — Werft Nordsee

Komplette Unterwasserschiff-Reinigung: Antifouling und Bewuchs wurden restlos entfernt und die Oberfläche für Neubeschichtung vorbereitet. Kein Strahlmittel ging ins Hafenbecken, GFK-Anteile und Zierlinien blieben unbeschädigt. Die Werftkolonne konnte nahtlos anschließen — inklusive Primer- und Antifouling-Neuaufbau am gleichen Wochenende.

Vorher Nachher
VorherNachher

Ergebnisse

  • 0 kg Strahlgut im Hafenbecken
  • GFK-Anteile und Rumpfzierleisten unbeschädigt
  • 60 % weniger Rüstzeit als Sandstrahl-Einhausung
  • Neubeschichtung direkt im Anschluss am gleichen Wochenende

Umweltauflagen in Häfen — was Werften heute betrifft

Die meisten deutschen und europäischen Hafenbetreiber haben in den letzten Jahren die Auflagen für Strahlarbeiten verschärft. Grund sind Schwermetall-Belastungen im Sediment, die nachweislich auf Antifouling-Strahlmittelrückstände zurückgehen. Das bedeutet für Werften und Reedereien: Entweder vollständige Einhausung mit Auffangfolie, Vollabsaugung und anschließender Sedimententsorgung — oder ein Verfahren ohne Strahlmittel. Die Laserreinigung ist in vielen Häfen der kürzeste Weg zur Genehmigung: keine Freisetzung von Strahlmittel, kein kontaminiertes Wasser, keine Sedimentbelastung.

Für fahrende Einheiten und schwimmende Einsätze ist der Laser oft das einzige zulassungsfähige Verfahren — etwa für Havarie-Reparaturen im Hafen, punktuelle Sanierungen an Schotten oder die Vorbereitung von Schweißnähten im Bereich unter Wasser zugelassener Arbeit. Alle Abtrag-Rückstände werden an der Düse abgesaugt und als Kleinmenge ordnungsgemäß entsorgt — unterhalb der Schwelle, ab der Sondergenehmigungen nötig werden.

Anwendungen auf Bord — wo der Laser unschlagbar ist

In Maschinenräumen und Ballasttanks arbeitet der Laser, wo Sandstrahlen physisch nicht möglich wäre. Enge Durchgänge, niedrige Decken, Rohrdurchbrüche und Kabeltrassen sind für Sandstrahl-Einheiten zu beengt, für den Laser mit flexibler Faseroptik aber kein Hindernis. Auch das Personal profitiert: Statt einer Staubfahne mit 100+ dB Kompressorgeräusch arbeiten unsere Techniker mit Laserschutzbrille und Absaugung — das angrenzende Gewerk kann in der gleichen Sektion weiterarbeiten.

Im Yacht- und Klein-Werft-Segment reinigen wir besonders häufig Mastgleiter, Beschläge, Ankerketten, Bronze-Anbauteile und Propellerhülsen. Bei Holzyachten entfernen wir alte Lackaufbauten von Deckaufbauten ohne Nachdampf der Holzstruktur — der Laser entfernt nur das oberflächliche Lacksystem, die Holzfaser bleibt maßhaltig. Für Sportboot-Werften hat sich dadurch der gesamte Refit-Prozess gewandelt: weniger Nacharbeit, weniger Staub, kürzere Dockzeit.

Wie wir Einsätze in der Schifffahrt organisieren

Für Werften und Reedereien bieten wir drei Einsatzmodelle: projektbezogen mit Tages- oder Flächensatz, Rahmenvertrag mit garantierter Verfügbarkeit bei Dockeinfahrten, oder Subkontrahentenstatus für Werften, die den Laser als zusätzliche Leistung in eigenen Dockverträgen anbieten wollen. Unsere kompakteste Einheit wiegt unter 30 kg und kann überall dort eingesetzt werden, wo eine Steckdose verfügbar ist — einschließlich auf Pontons, Barkassen und kleineren Schiffen.

Ankermieten, Dockgebühren und Terminketten sind uns bekannt — unsere Techniker kommen mit klarem Arbeitsplan und fertig ausgerüstet ans Dock. Dokumentation folgt den Anforderungen der Klassifikationsgesellschaften und Werften-QS-Systeme. Anfragen beantworten wir binnen 24 Stunden, auch am Wochenende bei kurzfristigen Liegezeiten — ein direkter Weg, um Aufwand und Risiko des Docking präzise zu planen.

Häufige Fragen

FAQ — Schifffahrt & Werften

Funktioniert der Laser auch auf GFK ohne Beschädigung?
Ja. Wir parametrieren den Laser so, dass Bewuchs, Antifouling und Altlacke abgetragen werden, das GFK-Laminat darunter aber unangetastet bleibt. An einer unauffälligen Stelle reinigen wir vorab ein Musterfeld und zeigen Ihnen die Oberfläche — erst nach Ihrer Freigabe geht es in die Serienarbeit.
Können Sie auch an Bord fahrender oder ankernder Schiffe arbeiten?
Ja. Unsere kompakteste Einheit wiegt unter 30 kg und läuft mit Standardsteckdose (230 V) oder Industriestrom. Wir kommen mit Schutzzone, Absaugung und kompletter PSA an Bord. Typische Einsätze: Havariereparaturen, Maschinenraumarbeiten, punktuelle Sanierung — auch während des Liegens im Hafen.
Wie ist die Entsorgung geregelt?
Der Abtrag wird direkt an der Düse abgesaugt und in einem Feinstaubfilter aufgefangen. Kein Strahlmittel, kein Wasser — die Entsorgungsmenge reduziert sich auf wenige Kilogramm pro Projekttag. Bei Bedarf übernehmen wir die fachgerechte Entsorgung inkl. Dokumentation.
Ist der Laser zugelassen für explosionsgeschützte Bereiche?
In klassifizierten Ex-Zonen arbeiten wir mit besonderen Vorkehrungen (Vorreinigung, Gasfreigabe, Ex-Messung) oder planen den Einsatz in gasfrei gemeldeten Phasen. Bei Tankern und LNG-Einheiten gilt: wir koordinieren mit Ihrem Reedereisecurity-Team und den Klassifikationsgesellschaften. Kein Einsatz ohne schriftliche Freigabe.
Wie hoch ist die Flächenleistung im Unterwasserschiff?
Je nach Bewuchs, Schichtdicke und Antifouling-Typ liegen wir zwischen 5 und 12 m² pro Gerät und Tag. Bei dünnem frischem Antifouling deutlich mehr, bei alten vielschichtigen Systemen mit starkem Osmose-Blasenauftreten weniger. Für Kalkulation machen wir vorab eine Bauteilbesprechung.
Können Sie Propeller komplett reinigen?
Ja. Propeller (Bronze, Nibral) reinigen wir sowohl am Schiff als auch ausgebaut. Der Laser entfernt Bewuchs, Ablagerungen und Oxidationsschichten, ohne den Propellerkörper anzugreifen. Für Messung und Dokumentation liefern wir Fotos und Oberflächenprofilaufnahmen — interessant vor Wellenauswuchtung oder Leistungsmessung.
Was kostet ein Einsatz im Vergleich zur Sandstrahlung?
Reine Flächenleistung pro Stunde spricht beim freien Unterwasserschiff für Sandstrahl — sobald aber Einhausung, Entsorgung, Genehmigung und Wartezeit durch angrenzende Gewerke dazukommen, wird der Laser in den allermeisten Fällen günstiger. Für enge Bauräume, Maschinenräume und Tanks ist er ohnehin der wirtschaftlichere Prozess.
Arbeiten Sie auch im Offshore-Bereich und auf Windparks?
Ja. Für Windenergieanlagen, Transformatorplattformen und Offshore-Konstruktionen haben wir Einsatzerfahrung — inklusive Koordination mit Offshore-Logistik, Schutzkonzepten und Kranübergaben. Einsätze erfolgen projektbezogen und werden mit Ihrem HSE-Team und der Werft vorher vollständig abgestimmt.
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