Korrosionsschutz & Beschichtung

Reinheitsgrad bis SA 3.
Ohne Strahlmittel, ohne Entsorgung.

Wir bereiten Stahl-Bauteile mit dem Laser für die Beschichtung vor — Reinheitsgrade zwischen SA 2 und SA 3 nach ISO 8501-1, dokumentiert und abnahmefähig. Ohne Strahlmittel, ohne Entsorgung von kontaminiertem Strahlgut, ohne logistische Eskalation auf der Baustelle.

Warum Laser in der Oberflächenvorbereitung

Die saubere Vorbereitung entscheidet über die Standzeit.

Ob Rahmen, Stahlträger, Fahrgestell, Maschinenbauteil oder Tankinnenwand: Die Lebensdauer jeder Beschichtung hängt fast vollständig davon ab, wie gut die Oberfläche darunter vorbereitet ist. Rost, Zunder, Altlack, Öl und Salzrückstände müssen restlos weg — und zwar nicht nur sichtbar, sondern bis in die letzte Pore. Die klassischen Strahlverfahren liefern das, bringen aber massiven Logistikaufwand, Sonderabfall und Kollateralschaden an der Umgebung mit sich.

Die Laserreinigung liefert denselben Reinheitsgrad — nachweisbar nach ISO 8501-1, typisch zwischen SA 2.5 und SA 3 — ohne den logistischen Overhead. Kein Strahlmittel, keine Einhausung, keine Absperrung halber Hallenbereiche, keine Entsorgung belasteter Schlämme. Die Oberfläche ist nach der Laserreinigung trocken, passiviert und direkt beschichtungsbereit. Für Stahlbauer, Beschichter, Werft- und Industriebetriebe ein echter Effizienzhebel.

SA 3
Reinheitsgrad nach ISO 8501-1
0kg
Strahlmittel auf der Baustelle
0min
Flashrust — Beschichtung direkt möglich
3.600W
Mobile Laserleistung vor Ort
Ihre Vorteile

Warum Laserreinigung für Korrosionsschutz & Beschichtung?

01

Reinheitsgrad nach ISO 8501-1

SA 2 bis SA 3 sind reproduzierbar erreichbar. Auf Wunsch dokumentieren wir den Reinheitsgrad mit Bildreferenz, Oberflächenrauheit und Feuchte-Messung. Für werks- und objektspezifische Korrosionsschutznormen geeignet — inklusive DIN EN ISO 12944 Beschichtungssysteme.

02

Kein Flashrust nach der Reinigung

Anders als beim Nassstrahlen oder Höchstdruckwasserstrahlen bleibt die Oberfläche trocken. Kein Wasserfilm, keine Feuchtigkeitsaufnahme, keine Flugrostbildung in den Minuten nach der Reinigung. Beschichter können sofort grundieren — ohne zusätzliches Zeitfenster oder Re-Work.

03

Keine Strahlmittel-Logistik

Kein Lkw-Kipper voll Korund oder Stahlkies, keine Säcke zum Abtransportieren, kein Entsorgungsnachweis für kontaminiertes Strahlgut. Auf der Baustelle nur noch Laser, Powerstation und Absaugung — das war's.

04

Selektive Entrostung ohne Umgebungsschaden

Rohrleitungen, Flansche, Schweißnähte und Befestigungen reinigen wir zielgenau. Maschinen, Motoren oder elektrische Anbauteile müssen nicht abgehängt werden — der Laser arbeitet punktgenau ohne Staubwolke.

05

Altlack, Rost, Zunder, Öl — alles in einem Verfahren

Wo Strahlen je nach Ausgangszustand in 2 Durchgängen erfolgen muss, erledigt der Laser Schichten übereinander: Erst Altlack runter, dann Rost, dann Zunder. Ein Gerät, ein Parametersatz — angepasst an den Zustand, den wir vor uns haben.

06

Dokumentierter Reinheitsgrad

Wir liefern Ihnen je nach Anforderung: Bilddokumentation der Oberfläche, Messungen nach ISO 8502-6 (Chloride), ISO 8502-3 (Staub) und Rauheitswerte. Für Großprojekte (Brückenbau, Petrochemie, Offshore) auf Kundenprotokoll.

Anwendungen

Typische Einsatzgebiete

  • Stahlträger, Stahlbau-Konstruktionen, Verbindungen
  • Brückenbauteile — statisch relevante Komponenten
  • Druckbehälter, Tanks, Kesselstellen
  • Pipeline- und Rohrleitungs-Abschnitte
  • Offshore-Bauteile und maritime Stahlstrukturen
  • Fahrgestelle, Rahmen, Lkw-Chassis, Trailer
  • Krane, Hebezeuge und Traversen
  • Schlosser- und Schmiedeteile vor Pulverbeschichtung
  • Felgen und Industriebauteile vor KTL-Beschichtung
  • Schienenfahrzeug-Komponenten
  • Ex-geschützte Anlagen (ohne Funkenflug)
  • Produktionslinien-Hallen mit laufendem Betrieb
Ablauf

So läuft Ihr Projekt bei uns

01

Zustandsaufnahme & Prüfung

Wir prüfen Ausgangszustand, Material, Verschmutzungsgrad (A, B, C, D nach ISO) und legen gemeinsam mit Ihnen den Zielreinheitsgrad fest — SA 2, SA 2.5 oder SA 3.

02

Musterfeld mit Abnahme

An einer unkritischen Stelle reinigen wir ein Musterfeld und legen es neben die ISO-Bildreihe. Sie oder der Beschichtungsaufsichtführende nimmt ab, bevor die Hauptarbeit startet.

03

Reinigung mit Dokumentation

Flächenreinigung nach Plan, laufende Fotodokumentation. Auf Wunsch mit zwischengeschalteter Messung (Chloridwerte, Rauheit, Staubgrad).

04

Übergabe an Beschichtung

Sie oder Ihr Beschichter übernimmt die trockene, passivierte Oberfläche. Wir liefern das Reinigungsprotokoll zur Archivierung bei der Korrosionsschutz-Akte.

Referenzprojekt

Stahlträger-Knotenpunkte — SA 2.5 vor Epoxid-Beschichtung

Für einen Hallenbau-Generalunternehmer haben wir 42 Stahlträger-Knotenpunkte (HEB 300 und HEB 400) vor Ort von Zunder, Walzhaut und Altfarbe entlacken müssen — direkt in der neuen Halle, ohne die Möglichkeit, zu strahlen (Staubschutz empfindlicher Nachbaranlagen). Reinheitsgrad SA 2.5 dokumentiert, direkt anschließend Epoxid-Grundierung aufgebracht.

Vorher Nachher
VorherNachher

Ergebnisse

  • SA 2.5 nach ISO 8501-1 reproduzierbar erreicht
  • 0 Flashrust-Aufkommen vor Grundierung
  • 0 kontaminiertes Strahlgut zur Entsorgung
  • Gesamtaufwand 4 Arbeitstage statt geplanten 9 bei Strahlverfahren

Oberflächenvorbereitung nach ISO 8501-1 — was der Reinheitsgrad bedeutet

Der Reinheitsgrad beschreibt, wie gründlich eine Stahloberfläche vor der Beschichtung vorbereitet wurde. SA 1 steht für eine leichte Reinigung (Lose Verunreinigungen entfernt), SA 2 für gründliches Strahlen (Rost und Zunder weitestgehend weg), SA 2.5 für sehr gründliches Strahlen (Oberfläche >95 % frei von sichtbaren Verunreinigungen) und SA 3 für das vollmetallisch blanke Erscheinungsbild. Für viele Industriebeschichtungen — speziell Epoxid, Zinkstaub, Polyurethan und Pulverbeschichtungen — ist SA 2.5 das Minimum; SA 3 wird bei besonders hohen Anforderungen (Offshore, Trinkwasseranlagen, Petrochemie) gefordert.

Die Laserreinigung erreicht genau diese Reinheitsgrade reproduzierbar und nachweisbar. Wir vergleichen das Ergebnis mit den genormten Referenzbildern der ISO 8501-1, dokumentieren den erreichten Zustand und liefern Ihnen das Protokoll für die Korrosionsschutz-Akte. Bei Kundenaudits, Offshore-Projekten oder Brückenbauwerken ist das die Grundlage für die Abnahme des Beschichtungssystems durch den Beschichtungsaufsichtführenden (FROSIO, NACE oder gleichwertig).

Wann ist Laser wirtschaftlicher als Strahlen?

Klassisches Strahlen ist beim reinen Flächenumsatz günstig — ein großer Strahler in einer eingehausten Halle schafft pro Stunde mehr m² als ein Laserkopf. Sobald aber Nebenkosten dazukommen, dreht sich das Bild: Einhausung, Staubabsaugung, Entsorgung kontaminiertem Strahlguts, Maskierung empfindlicher Anbauteile, Stillstand angrenzender Produktionslinien, Wasser- und Chemie-Management beim Nassstrahlen, erneutes Trocknen vor Beschichtung. Rechnet man diese Positionen mit, ist die Laserreinigung in vielen Szenarien bereits heute wirtschaftlicher — insbesondere bei Einsätzen im laufenden Betrieb, bei Hallen ohne Strahlgenehmigung und bei Objekten mit empfindlicher Umgebung.

Typische Kandidaten für Laser statt Strahlen: Brücken im Bestandsbetrieb, Bauteile in Hallen mit Nachbar-Produktion, Offshore-Plattformen mit begrenzter Logistik, denkmalgeschützte Stahl-Konstruktionen, Ex-Bereiche (der Laser arbeitet funkenarm), Kleinserien im Spezialbau, Reparaturstellen und Schweißnahtvorbereitungen. Wir kommen gerne zum Ortstermin und rechnen beide Varianten gemeinsam mit Ihnen auf Ihr konkretes Objekt durch.

Leistung, Kosten, Logistik

Die tägliche Leistung einer mobilen 3.600-W-Einheit liegt je nach Ausgangszustand und Reinheitsgrad zwischen 6 und 20 m² pro Tag. Walzhaut und leichter Flugrost gehen schnell, dicker Altlack auf stark korrodierten Schweißnähten braucht mehr Zeit. Bei kleineren Bauteilen (Verbindungsbleche, Flansche, Halter) in der Werkstatt ist die Leistung entsprechend höher. Die Abrechnung erfolgt nach m² oder Tagessatz — typischer Tagessatz (2-Personen-Crew mit 3.600-W-Gerät) ab 1.490 € netto plus Anfahrt.

Für Großprojekte im Anlagenbau, Brückenbau und in der Petrochemie erstellen wir gemeinsam mit Ihrem Beschichtungsaufsichtführenden ein Reinigungs- und Dokumentationskonzept mit integrierter ISO-Messung. Rahmenverträge sind für wiederkehrende Einsätze (Werks-Instandhaltung, Produktions-Stillstand-Fenster) üblich. Sprechen Sie uns für ein konkretes Angebot auf Ihr Projekt an — inklusive einer realistischen Aufwandsabschätzung gegen Strahl- oder Hochdruckverfahren.

Häufige Fragen

FAQ — Korrosionsschutz & Beschichtung

Welcher Reinheitsgrad ist mit dem Laser reproduzierbar?
Standard ist SA 2.5, mit angepasstem Parametersatz und zweiter Passage erreichen wir SA 3. Die Abnahme erfolgt per Bildvergleich nach ISO 8501-1 — auf Wunsch mit zusätzlicher Chlorid-Messung, Staubgrad-Prüfung und Rauheitsmessung.
Entsteht Flashrust wie beim Nassstrahlen?
Nein. Die Laserreinigung ist ein Trockenverfahren. Die Oberfläche ist nach dem Prozess trocken und passiviert, Flashrust tritt nicht auf. Beschichter können sofort grundieren, ohne Trocknungszeit oder Re-Work.
Kann das Verfahren in laufenden Produktionsbetrieben eingesetzt werden?
Ja, das ist einer der Hauptvorteile. Kein Staub-, Funken- oder Strahlmittelflug, minimale Einhausung, keine Staubabluft in die Halle. Produktionslinien in der Nachbarschaft können weiterlaufen. Bei Ex-Bereichen klären wir vorab die Zonenfreigabe.
Welche Beschichtungssysteme passen zur laser-vorbehandelten Oberfläche?
Alle gängigen Systeme nach DIN EN ISO 12944: Epoxid, Zinkstaub, Polyurethan, Pulverbeschichtung, KTL, Feuerverzinkung vorbereitend. Wir stimmen Rauheit und Reinheitsgrad mit Ihrem Beschichter ab — bei Bedarf mit leicht aufgerauhter Oberfläche für bessere Haftzugfestigkeit.
Ist die Oberflächenrauheit nach Laser geeignet für Zinkstaub- und Epoxidsysteme?
Das hängt vom Ausgangszustand ab. Auf gewalzten Stahl-Rohoberflächen ist die natürliche Rauheit bereits gegeben und wird durch den Laser nicht verändert. Auf sehr glatten Bauteilen (gedreht, geschliffen) arbeiten wir mit einem zusätzlichen Profilierungsschritt oder stimmen mit dem Beschichter eine Haftgrund-Lösung ab.
Wie hoch ist die tägliche Leistung in m²?
Typisch 6–20 m² pro Tag und Gerät, abhängig von Zielreinheitsgrad, Ausgangszustand und Geometrie. Auf großflächigen, gut zugänglichen Trägern mit leichtem Flugrost bis zu 25 m²; bei stark korrodierten Schweißnähten entsprechend langsamer.
Wird Staub abgeführt? Wie sieht die Absaugung aus?
Ja, wir arbeiten mit H- bzw. M-Klassen-Absaugung direkt an der Laseroptik. Die Abluft ist gefiltert, der Staub wird in einem Partikelbehälter gesammelt und kann ordnungsgemäß entsorgt werden. Auf Wunsch liefern wir Filterprotokolle für die Entsorgungsabteilung.
Gibt es Rahmenverträge für wiederkehrende Korrosionsschutz-Arbeiten?
Ja. Für Werke mit regelmäßiger Anlagen-Instandhaltung oder Stillstand-Fenstern bieten wir Abrufrahmenverträge an: feste Tagessätze, definierte Reaktionszeit, vereinbarte Reinheitsgrade. Das erleichtert die interne Budgetierung und spart Beschaffungsaufwand.
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