Wir reinigen Fachwerkbalken, Holzfassaden, Türen, Tore, historische Möbel und Schindelverkleidungen mit dem Laser — ohne Schleifen, ohne Strahlmittel, ohne chemischen Abbeizer. Die Holzoberfläche bleibt in der ursprünglichen Textur erhalten, alte Werkzeugspuren und Kennzeichnungen bleiben sichtbar.
Holz ist bei der Restauration das zickigste Material überhaupt. Schleifen trägt jedes Mal eine Schicht der originalen Oberfläche mit ab und macht die Faserstruktur flach und charakterlos. Strahlen mit Nussschalen oder Sodawasser kann weichere Sommerholzpartien wegspülen und lässt die Oberfläche wellig zurück. Chemische Abbeizer ziehen tief ins Holz, müssen neutralisiert werden und hinterlassen bei Eiche, Kastanie und Lärche oft Fleckenbilder.
Der Laser löst das anders: Er verdampft die oberflächliche Farb-, Ruß- oder Pilzschicht — die Holzfasern darunter bleiben intakt. Historische Werkzeugspuren von Axt, Beil oder Dexel bleiben sichtbar. Alte Zunftzeichen, eingebrannte Marken und Beschläge-Markierungen bleiben erhalten. Für Restauratoren, Denkmalpfleger und Möbelrestaurateure öffnet das einen Handlungsspielraum, den kein abrasives Verfahren bietet.
Axt-, Beil- und Dexelspuren an historischen Fachwerkbalken, sichtbare Hobelspuren und handwerkliche Fehlschnitte sind Zeitzeugen — der Laser respektiert sie. Wir tragen nur Verunreinigung, alte Lasur oder Farbe ab, nicht die Oberfläche selbst.
Beim Schleifen werden Sommer- und Winterholz unterschiedlich schnell abgetragen — das Ergebnis ist oft eine wellige Oberfläche. Mit dem Laser bleibt die Holzstruktur plan und authentisch.
Nach Brandschäden sind Rauch, Ruß und Feuerpatina oft tief in die Oberfläche eingezogen. Wir tragen diese selektiv ab, ohne die Holzsubstanz anzutasten — anders als beim Schleifen bleibt der Kern intakt.
Von Leinölfirnis über Acryl-Lasur bis zu Öl- und Dispersionsfarben: Wir wählen den Parametersatz so, dass die jeweilige Schicht abhebt und die darunterliegende Oberfläche nicht angegriffen wird. Auch mehrschichtige Altaufbauten Schicht für Schicht.
Der Laser wirkt thermisch — Pilzsporen, Algenkolonien und Moos werden zuverlässig inaktiviert. Für Schindelfassaden, Dachlatten, Gartenhäuser und Aussenfachwerke ein sauberer, chemiefreier Weg, die Oberfläche wieder herzustellen.
Ob denkmalgeschütztes Fachwerkhaus, Scheune oder historisches Tor — wir kommen mit 3.600-W-Einheit und Absaugung ans Objekt. Kein Schleifstaub in der Nachbarschaft, keine Schleifmaschine im Hallenbetrieb, keine Chemie-Logistik.
Wir prüfen Holzart, Oberflächenzustand, Altaufbau und klären mit Ihnen das Restaurationsziel. Am selben Termin fertigen wir ein Musterfeld für die Abnahme.
Jede Holzart (Eiche, Lärche, Kiefer, Kastanie, Mahagoni…) und jeder Altaufbau braucht eigene Laserparameter. Die Einstellung machen wir vor Beginn der Hauptarbeit am Musterfeld.
Mobil oder in unserer Werkstatt. Kleinere Bauteile wie Türen, Möbelfronten, Türstöcke bringen Sie — Fachwerkwände und Fassaden arbeiten wir vor Ort.
Auf Wunsch behandeln wir die Oberfläche direkt im Anschluss mit Leinöl, Hartwachsöl, Imprägnierung oder Lasur. Ohne Zwischenschritt, ohne Trocknungspause.
Eine denkmalgeschützte Fachwerkscheune aus dem späten 18. Jahrhundert hatte einen Kleinbrand erlitten — ein ganzer Giebel mit ca. 85 m² Balken- und Gefacheanteil war mit Ruß und Flammenpatina überzogen. Schleifen hätte die handwerklichen Dexelspuren der ursprünglichen Zimmerleute zerstört. Wir haben den gesamten Giebel gelaserreinigt, inklusive Balken, Gefache, Sparren und Türrahmen.
Holz und Laserlicht sind aus physikalischer Sicht ein kniffliges Paar, aber mit den richtigen Parametern extrem effizient. Die Schichten, die wir entfernen wollen — Ruß, Pilz, alte Lasur, Firnis, Farbe — absorbieren Laserlicht stärker als helles, reines Holz. Der Lichtimpuls wird selektiv von der Verunreinigung absorbiert, verdampft diese explosionsartig auf Mikroebene, und das darunterliegende Holz reflektiert das Licht, ohne sich zu erwärmen. Voraussetzung ist der richtige Parametersatz: Pulslänge, Leistung und Vorschub müssen zu Holzart und Altaufbau passen.
Das ist auch der Grund, warum die Laserreinigung bei Holz nicht „einfach einschalten und draufhalten“ funktioniert. Eiche reagiert anders als Kiefer, bewetterte Lärchenfassaden anders als Innenraum-Fachwerk, frisch gehobelte Flächen anders als verwittertes Scheunenholz. Wir arbeiten deshalb immer erst am Musterfeld, stimmen die Parameter mit Ihnen ab und starten erst dann mit der Hauptarbeit.
Schleifen ist das klassische Mittel zur Aufarbeitung von Holz. Im Möbelbau funktioniert das solide, weil dort meist mit konstruktiv hochwertigem Material gearbeitet wird, das eine Schleifrunde verträgt. Im Denkmal und bei historischen Konstruktionen ist das Verfahren problematisch: Jeder Schleifdurchgang nimmt einen Teil der originalen Oberfläche mit, Werkzeugspuren werden eliminiert, alte Sägemuster verschwinden. Das historische Erscheinungsbild ist nach einer Schleifrunde unwiederbringlich weg.
Strahlverfahren (Nussschalen, Weizenstärke, Soda) sind schonender als Sandstrahlen, haben aber eigene Probleme: Sie tragen weiche Sommerholzpartien stärker ab als hartes Winterholz, machen die Oberfläche wellig und hinterlassen je nach Strahlmittel Rückstände, die sich schlecht entfernen lassen. Chemischer Abbeizer zieht tief ins Holz, braucht Neutralisation und kann — speziell bei Eiche und Kastanie — bleibende Fleckenbilder erzeugen. Der Laser umgeht all diese Probleme: Kein Medium, kein chemischer Rückstand, kein mechanischer Abtrag, kein Wellen-Relief.
Bei Fachwerkobjekten arbeiten wir häufig an Balken, Gefachen und Dachsparren. Typische Aufgaben: Alte Ölfarbe-Anstriche entfernen, Brand- und Rauchpatina nach Kleinbränden runternehmen, Moose und Algen an bewetterten Aussenfachwerken inaktivieren, Pilzbefall stoppen, alte Dichtungs- und Fugen-Beschichtungen aus den Gefacheübergängen herausarbeiten. Das Ergebnis ist ein Holz, das aussieht wie frisch geöffnet, aber alle historischen Spuren zeigt.
Bei der Möbelrestauration sind Türen, Kommoden, Truhen, Tische und Schrankfronten unsere typischen Kandidaten. Wir entfernen Firnisse, Lasuren, Lacke und Verschmutzungen, ohne Intarsien, Furniere oder alte Leimverbindungen zu beschädigen. Bei der Brandsanierung liegt der Vorteil in der selektiven Entfernung nur der verrußten Oberfläche — das strukturell tragende Holz darunter bleibt unverändert. Gerade bei historischen Dachstühlen und tragenden Konstruktionen ist das der Unterschied zwischen Reparatur und Teilabriss.
Kostenlose Erstberatung. Musterreinigung auf Wunsch. Konkretes Angebot innerhalb von 24 Stunden.